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Manfred Lachs Moot Court

Der Manfred Lachs Moot Court, der 1992 ins Leben gerufen wurde, wird jährlich vom I.I.S.L. (International Institute of Space Law) ausgerichtet. Bei diesem Moot Court handelt es sich um eine simulierte Gerichtsverhandlung zu einem fiktiven Fall zu aktuellen Problemen des Weltraumrechts.


Weltraumrecht - was ist das?
Auch wenn das Weltraumrecht keinen Kernbereich des juristischen Studiums, mit dem jeder Student vertraut ist, ausmacht, behandelt es als ein Teilbereich des Völkerrechts Rechtsfragen von elementarer Bedeutung für unser tägliches Leben. Die Nutzung von Navigationssystemen, Fernsehern und Wettervorhersagen wäre ohne die entsprechenden Weltraumtechnologien und deren rechtliche Regelungen undenkbar. Darüber hinaus sind militärische Aspekte der Nutzung des Weltraumes von hoher sicherheitspolitischer Bedeutung, was beispielsweise durch das geplante US-amerikanische Raketenschutzschild, das sogenannte „Starwars-I-Project“, und den Einsatz von Anti-Satelliten-Waffen aufgezeigt wurde.


Was wird von mir erwartet?

Um an dem Moot Court teilzunehmen, solltest Du Teamfähigkeit, Freude und Durchhaltevermögen bei der selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit in einem sich ständig fortentwickelnden Rechtsgebiet, Interesse, Dich in der Rolle eines Anwaltes zu erproben, und gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift mitbringen. Es wird von den Teilnehmern nicht erwartet, dass sie über Vorkenntnisse im Weltraumrecht verfügen, vielmehr wird dieses Wissen im Rahmen der Bearbeitung des Falles erworben. Ein grundlegendes Interesse an völkerrechtlichen Fragen ist jedoch wünschenswert.

Was erwartet mich?
Der in der Regel im September erscheinende Fall ist von dem Team, bestehend aus zwei bis drei Studenten, umfassend sowohl schriftlich, in Form von sogenannten „Memorials“, als auch mündlich, in Form von Plädoyers für die „Gerichtsverhandlung“, zu bearbeiten. Die Erstellung der Memorials nimmt in etwa sechs Monate in Anspruch. Hierbei ist ein Arbeitsraum, die fachkundige Betreuung durch die Mitarbeiter des Institutes für Luft-und Weltraumrecht und der ständige Zugang zur Institutsbibliothek, welche in diesem Bereich weltweit Maßstäbe setzt, gewährleistet. Anschließend gilt es, sich dem mündlichen Vortrages aus der Sicht eines Anwaltes zu widmen. Die Erarbeitung erfolgt unter anderem durch Sprachtraining und Videoanalyse mit dem Ziel eines selbstsicheren, überzeugenden Auftretens.


Dies dient der Vorbereitung auf die von dem ECSL (EuropeanCenter for Space Law ) ausgerichteten European Regional Round um sich mit Teams aus ganz Europa im Zuge der mündlichen Gerichtsverhandlung zu messen. Dem Gewinner der Regional Round kommt die Ehre zuteil, Europa bei den World Finals gegen die Gewinner der Asia-Pacific und der North American Regional Round zu repräsentieren. Die World Finals bieten die Gelegenheit erste Erfahrungen auf globalem Parkett zu sammeln, da diese zum einen im Rahmen des jährlichen, weltweiten Colloquium on the Law of Outer Space stattfinden und sich die Richterbank zum anderen aus amtierenden Richtern des IGH (Internationaler Gerichtshof ) zusammensetzt.


Im Jahr 2010 wurde Europa durch die Universität zu Köln vertreten, die in diesem Jahr zum ersten Mal an dem Wettbewerb teilgenommen und die European Regional Round gewonnen hat. Wir würden uns freuen, hieran anknüpfen zu können und auch zukünftig Studenten und Studentinnen unserer Fakultät diese Möglichkeit zu eröffnen!


Was bringt mir der Moot Court?
Von der Vielzahl der Vorteile, sollen hier nur einige kurz erwähnt werden:

  • Spaß!
  • Anerkennung als Schein für die Schlüsselqualifikation; Seminarschein, der eine Wahlfachklausur ersetzen kann oder alternativ als Freisemester im Rahmen der Studienordnung.
  • Erfahrungen in der praktischen Rechtsanwendung aus Anwaltssicht.
  • Highlight im Lebenslauf.
  • Kontakte zu Richtern, Anwälten und sonstigen Praktikern.
  • Eine intensive Vorbereitung einschließlich Sprachtraining und Videoanalyse.
  • Selbstbewusstsein und Training für die mündliche Prüfung.


Wie kann ich mitmachen?
Das Bewerbungsverfahren wird jeweils im Juli durchgeführt (bitte auf die Aushänge und Ankündigungen auf der Lehrstuhlhomepage achten). Für Deine Bewerbung benötigen wir Deinen Lebenslauf und eine Aufstellung Deiner bisher erbrachten Prüfungsleistungen. Bei Fragen kannst Du über mootcourt(at)ilwr.de oder während der Öffnungszeiten des Institutes auch gerne persönlich Kontakt zu uns aufnehmen.
Studenten, die bereits über einen Abschluss (Master oder Maîtrise) verfügen, können an dem Manfred Lachs Moot Court leider nicht teilnehmen.
Weitere Informationen findest Du unter: www.iislweb.org/lachsmoot oder beim ECSL.

Mut zum Moot!